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Forschung

Ameise auf einem Blatt.

05.08.2020

Im Wohnzimmer der Ameise

Ameisen erweisen sich in den Tropen als äußerst widerstandsfähige Insekten. Ihr Vorkommen übersteigt sogar das Nahrungsangebot. Das haben sie wohl einer besonderen Symbiose zu verdanken, dank der sie selbst Nährstoff-Recycling betreiben, weiß Biodiversitätsforscherin Veronika Mayer.

Die reichhaltigen Dekorationen auf Holzkastensärgen gewähren ForscherInnen der Uni Wien einen Einblick in die jenseitige Vorstellungswelt der alten Ägypter. Im Bild: Sarg des "Chnumnacht" aus Beni Hassan.

20.07.2020

Gemalt für die Ewigkeit

Was verraten uns Dekorationen auf Jahrtausende alten Holzsärgen über das Alltagsleben im Pharaonen-Reich? Wissenschafter*innen der Uni Wien sammeln und analysieren in ihrem FWF-Projekt unzählige Fundstücke aus der Nekropole von Beni Hassan und schließen damit eine wichtige Forschungslücke.

 Aktuelle Meldungen

Forschung
 

Uralte Symbiose zwischen Tieren und Bakterien entdeckt

Seichte marine Sandböden wirken oberflächlich oft wüstenhaft leer, aber im Lückenraumsystem zwischen den Sandkörnern tummeln sich unzählige Lebewesen. Neben Bakterien und Einzellern halten sich vielfältige Tierstämme dort auf. Einer der seltsamsten Vertreter dieser Sandlückenfauna ist Paracatenula, ein wenige Millimeter langer, mund- und darmloser Plattwurm, der sowohl in tropischen Meeren als auch im Mittelmeer vorkommt. Er ist das zentrale Forschungsobjekt eines vom FWF geförderten Projekts unter der Leitung von Jörg Ott, Professor am Department für Meeresbiologie der Universität Wien. Aktuell erscheint zu den überraschenden Ergebnissen eine Publikation im renommierten Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS).

28.06.2011 | [weiter]

Forschung
 

Parasiten das Handwerk legen

Immer wieder befallen Parasiten ganze Anbauflächen und entwerten die Ernten. Eine Pilzgattung, die häufig zu Schäden an Nutzpflanzen führt, ist Peronospora. Genaue Aussagen über ihre ökonomische und ökologische Bedeutung können derzeit allerdings nicht getroffen werden, da es keine moderne Systematik dieser Gattung gibt. Das will Hermann Voglmayr vom Department für Botanische Systematik und Evolutionsforschung im Rahmen seines laufenden FWF-Projekts ändern.

28.06.2011 | [weiter]

Forschung
 

"Quanten-Magie" ohne "spukhafte Fernwirkung"

Die quantenmechanische Verschränkung ist das Herzstück des berühmten Quanten-Teleportationsexperiments. Albert Einstein bezeichnete sie als "spukhafte Fernwirkung". Ein Forschungsteam an der Fakultät für Physik der Universität Wien und des Instituts für Quantenoptik und Quanteninformation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften um Anton Zeilinger verwendete ein System, das Verschränkung nicht zulässt und fand doch Resultate, die nicht auf klassische Weise interpretiert werden können. Das Team publizierte dazu in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift "Nature".

24.06.2011 | [weiter]

Forschung
 

Wittgenstein- und START-Preis für die Universität Wien

Bei der Bekanntgabe der Wittgenstein- und START-PreisträgerInnen 2011 durch Wissenschafts- und Forschungsminister Karlheinz Töchterle am Dienstag, 21. Juni 2011, zeigte sich die Universität Wien erfolgreich: Einer der beiden Wittgenstein-Preise 2011 geht an Gerhard J. Herndl, Leiter des Departments für Meeresbiologie (weiterer Wittgenstein-Preisträger: Jan-Michael Peters, Institut für Molekulare Pathologie Wien). START-Preise werden in diesem Jahr insgesamt acht vergeben: Von der Universität Wien erhält Philip Walther, Gruppe Quantenoptik, Quantennanophysik und Quanteninformation, diese hochdotierte Auszeichnung für NachwuchswissenschafterInnen.

21.06.2011 | [weiter]

Forschung
 

Neuer Supercomputer für die Wiener Wissenschaft

Österreichs Wissenschaft braucht Supercomputer. Die TU Wien, die Universität Wien und die Universität für Bodenkultur stellen nun gemeinsam den VSC-2 vor – Österreichs schnellsten Großrechner. Auf der TOP 500-Liste der leistungsfähigsten Computer der Welt nimmt der neue Wiener Wissenschaftscluster den beeindruckenden 56. Platz ein.

20.06.2011 | [weiter]

Forschung
 

Pflanzen im Hormonrausch

Steroide verleihen Kraft. Nicht nur uns Menschen – auch Pflanzen profitieren von den "stärkenden" Eigenschaften der Hormone. Sind es bei Mann und Frau Androgene und Östrogene, so bedienen sich Pflanzen sogenannter Brassinosteroide. Wie diese Pflanzenhormone wirken und wie sie das Wachstum und die Entwicklung von Pflanzen regulieren, hat die Arbeitsgruppe rund um die Molekularbiologin Brigitte Poppenberger im Rahmen zweier FWF-Projekte herausgefunden und vor kurzem im renommierten "EMBO Journal" publiziert.

20.06.2011 | [weiter]

Forschung
 

Papst im Wolfspelz

Im Katharinenkloster auf dem Sinai wurden 1975 zahlreiche Handschriften, darunter auch altslawische aus dem 11. Jahrhundert gefunden. An sich schon ein spektakulärer Fund – wäre da nicht noch die Tatsache, dass diese Schriften in Glagoliza – der ältesten slawischen Schrift – verfasst wurden. Wie kommen diese glagolitischen Handschriften auf den Sinai? Und warum wird Papst Gregor VII. darin als "Wolf" bezeichnet? Dieser Frage – dem Rätsel der sinaitischen glagolitischen Tradition – geht der Philologe Heinz Miklas in seinem aktuellen FWF-Projekt auf den Grund. Dabei leistet er Detektivarbeit: In jedem noch so kleinem Detail könnte der Schlüssel liegen.

16.06.2011 | [weiter]

Forschung
 

Bilder verstehen – uns selbst verstehen

"Das ist ein gutes Bild!" Aussagen wie diese kommen uns leicht über die Lippen. Wenn wir aber in Worte fassen wollen, was wir "gut" finden, fällt das oft schwer. Im Alltag moderner Kulturen sind wir ständig mit Bildern befasst. Das öffnet den Blick der Wissenschaft für neue Fragestellungen. Bestes Beispiel hierfür ist das Elise-Richter-Projekt von Aglaja Przyborski: Anhand von kommerziellen und privaten Fotos geht sie der Frage nach, wie es im Alltag gelingt, Bilder zu verstehen, von ihnen erfasst und handlungspraktisch orientiert zu werden – ganz ohne es sagen oder erklären zu können.

14.06.2011 | [weiter]

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