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Forschung

16.10.2018

Der Güterstrom Österreichs

Bauholz, Heringe und Seide – die meisten Güter fanden im 18. Jahrhundert ihren Weg nach Wien über die Donau. Mit der Erschließung der Aschacher Mautprotokolle schaffen der Historiker Peter Rauscher und sein Team erstmals die Datengrundlage, um den Donauhandel der Frühen Neuzeit darzustellen.

10.10.2018

Komplexes gemeinsam entwirren

Im Spezialforschungsbereich der Universität Wien "Taming Complexities" widmen sich ForscherInnen der Fakultät für Mathematik dem Lösen partieller Differentialgleichungssysteme – über die Grenzen des Fachbereichs hinaus. Von der Theorie bis zur Analyse wird Forschung so neu vernetzt.

 Aktuelle Meldungen

Forschung
 

Einblicke in den Erdmantel

Keine Stadt im Umkreis von mehreren 100 Kilometern, von Straßen ganz zu schweigen: Jakutien in Nordost-Russland ist das – nicht ganz ungefährliche – Forschungsgebiet von Theodoros Ntaflos und Cornelius Tschegg. Dort, wo die Eurasische und die Nordamerikanische Kontinentalplatte zusammentreffen, finden die beiden Lithosphärenforscher einzigartige Basaltgesteine, die Blicke in den Erdmantel erlauben. Im aktuellen FWF-Projekt "Volcanism near the North America-Eurasia Plate boundary" analysieren sie diese "Botschafter aus dem Erdinneren".

14.07.2011 | [weiter]

Forschung
 

Dem Timothy-Syndrom auf der Spur

Im menschlichen Erbgut gibt es 243 spannungsgesteuerte Ionenkanäle. Mutationen an den dazu zählenden Calciumkanälen können zu Erbkrankheiten wie Migräne, Nachtblindheit oder dem mit Autismus und Herzrhythmusstörungen einhergehenden Timothy-Syndrom führen. Katrin Depil und Anna Stary-Weinzinger erforschen mit KollegInnen am Department für Pharmakologie und Toxikologie die Veränderungen an Calciumkanälen, die beim Timothy-Syndrom auftreten. Sie publizierten dazu aktuell in der Fachzeitschrift "Journal of Biological Chemistry".

12.07.2011 | [weiter]

Forschung
 

Biblische Wunder oder: Wie aus Frauen Männer wurden

Im Laufe der letzten 40 Jahre hat der passionierte deutsche Ägyptologe und Koptologe Karlheinz Schüssler weit über 240.000 Seiten alter koptischer Bibeln abfotografiert und zur größten Sammlung koptischer Handschriften vereint. Vor kurzem hat er sein Lebenswerk an die Universität Wien übergeben: Jetzt liegt es an der Evangelisch-Theologischen Fakultät, die Forschungsarbeit von Schüssler im Rahmen des hierfür neu gegründeten "Research Centre for Early Christian-Coptic Studies" weiterzuführen, die Handschriften zu kollationieren sowie die Herausgabe weiterer Bände der "Biblia Coptica" voranzutreiben – und dabei die Geheimnisse des frühen Christentums zu lüften.

11.07.2011 | [weiter]

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Wirkstoffe aus der Natur

Die Entdeckung und Charakterisierung von Wirkstoffen, die Entzündungsprozesse hemmen, ist das Ziel des kürzlich durch den FWF verlängerten Nationalen Forschungsnetzwerks (NFN) "Drugs from Nature Targeting Inflammation". Insgesamt sind fünf österreichische Universitäten an dem Forschungsnetzwerk beteiligt. Die Koordination liegt bei Hermann Stuppner von der Universität Innsbruck, die Co-Leitung bei Verena Dirsch, der Leiterin des Departments für Pharmakognosie der Universität Wien. Dirsch und ihr Team untersuchen in einem Teilprojekt konkret den Wirkungsmechanismus bestimmter Naturstoffe in Körperzellen.

08.07.2011 | [weiter]

Forschung
 

Vielfalt durch Veränderung

Trotz unterschiedlicher biologischer Komplexität ist die Zahl der Gene in tierischen Organismen vom Fadenwurm bis hin zum Menschen erstaunlich ähnlich. Wenn Gene in RNA kopiert und weiter in Proteine übersetzt werden, wird die Information durch "RNA-Editing" oftmals verändert. Solch modifizierte Bauanleitungen tragen – über die Bildung mehrerer Proteinvarianten – zur biologischen Komplexität bei. Bei manchen Erkrankungen kann das "RNA-Editing" jedoch gestört sein. Der Chromosomenbiologe Franz-Michael Jantsch untersucht in einem FWF-Projekt, wie das "RNA-Editing" ausgelöst wird, und geht der Frage nach, wie wichtig dieser Prozess für den Gehirnstoffwechsel ist.

04.07.2011 | [weiter]

Forschung
 

Neue Hertha-Firnberg- und Elise-Richter-Projekte an der Universität Wien

Zweimal jährlich trifft sich das FWF-Kuratorium, um über die Projektbewilligungen im Rahmen der Frauenförderprogramme "Hertha Firnberg" und "Elise Richter" zu entscheiden. Bei der ersten Vergaberunde Ende Juni 2011 zeigten sich die Einreichungen von Wissenschafterinnen der Universität Wien besonders erfolgreich: Vier Forschungsprojekte können im Elise-Richter-Programm realisiert werden, zwei exzellente Nachwuchswissenschafterinnen erhalten eine Hertha-Firnberg-Stelle. Insgesamt erklärte der FWF fünf Richter- und sieben Firnberg-Projekte für förderungswürdig.

01.07.2011 | [weiter]

Forschung
 

Wenn die Gletscher schmelzen

Die Gletscher der Welt sind am Schmelzen: Durch die Klimaerwärmung hat die Mehrheit der Schnee- und Eisriesen deutlich an Fläche und Masse verloren. Diese Entwicklung hat nicht nur dramatische Auswirkungen auf das Landschaftsbild im Hochgebirge, sondern bringt auch Gefahren wie Überschwemmungen und Erdrutsche mit sich. In einem aktuellen EU-Projekt unter der Leitung von Hermann Häusler vom Department für Umweltgeowissenschaften geht ein internationales Forschungsteam dem Risikopotenzial von schmelzenden Gletschern in Europa und Zentralasien auf den Grund. Die dabei gesammelten Erkenntnisse könnten Leben retten.

29.06.2011 | [weiter]

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Uralte Symbiose zwischen Tieren und Bakterien entdeckt

Seichte marine Sandböden wirken oberflächlich oft wüstenhaft leer, aber im Lückenraumsystem zwischen den Sandkörnern tummeln sich unzählige Lebewesen. Neben Bakterien und Einzellern halten sich vielfältige Tierstämme dort auf. Einer der seltsamsten Vertreter dieser Sandlückenfauna ist Paracatenula, ein wenige Millimeter langer, mund- und darmloser Plattwurm, der sowohl in tropischen Meeren als auch im Mittelmeer vorkommt. Er ist das zentrale Forschungsobjekt eines vom FWF geförderten Projekts unter der Leitung von Jörg Ott, Professor am Department für Meeresbiologie der Universität Wien. Aktuell erscheint zu den überraschenden Ergebnissen eine Publikation im renommierten Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS).

28.06.2011 | [weiter]

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