Gabriele Kucsko-Stadlmayer ist neue Sprecherin der Senatsvorsitzenden

Die Senatsvorsitzenden der österreichischen Universitäten hielten am Freitag in Wien ihre Herbstkonferenz ab. Als neue Sprecherin gewählt wurde Gabriele Kucsko-Stadlmayer, Professorin für Verfassungs- und Verwaltungsrecht und Vorsitzende des Senats der Universität Wien.

Die Senatsvorsitzenden fordern, dass das Wissenschaftsministerium jedenfalls erhalten bleiben müsse. "Es ist schon ein katastrophales Signal, auch nur zu erwägen, die Verantwortung für die Universitäten auf mehrere Ministerien aufzuspalten und an Großressorts anzuhängen", stellt die neue Vorsitzende Gabriele Kucsko-Stadlmayer fest. Die Politik müsse endlich begreifen, welche zentrale Bedeutung die universitäre Forschung, Bildung und Ausbildung für Österreich hätten. Die Universitäten seien keine Spielmasse, die bei Koalitionsverhandlungen nach parteitaktischen Erwägungen von einem Ministerium zu einem anderen herumgeschoben werden könnte.

Konkrete Maßnahmen gefordert


Weiters fordern die Senatsvorsitzenden konkrete Maßnahmen zur nachhaltigen Sicherung der Universitätsfinanzierung im Budgetrahmengesetz 2016-18. "Die Pflicht, zwei Prozent des BIP für den tertiären Bildungssektor aufzuwenden, muss endlich verbindlich im Gesetz festgeschrieben werden. Das ist auch im Sommer bei Einrichtung der Linzer Medizinfakultät versprochen worden und war die Voraussetzung dafür, dass die Senate diesem Vorhaben zugestimmt haben. Diese Zusagen muss die neue Regierung einlösen", so die neue Sprecherin der Senatsvorsitzenden.

Universitäten schaffen Lebenschancen


Kucsko-Stadlmayer betonte die Bedeutung der Universitäten für das Gemeinwohl: "Künftiger Wohlstand und die Wettbewerbsfähigkeit einer Gesellschaft können nur durch den ständigen Erwerb neuen Wissens, seine kritische Reflexion und seine Anwendung in allen Berufen gesichert werden. Dadurch schaffen Universitäten Lebenschancen für junge Menschen: ein dringendes Anliegen, das keinen Aufschub zulässt."