ÖH-Wahlen an der Universität Wien

Es wird wieder gewählt: Vom 16. bis 18. Mai können Studierende der Universität Wien ihre Vertretung wählen. uni:view gibt einen Überblick über die diesjährigen SpitzenkandidatInnen.

Wer den ÖH-Beitrag (sowie den eventuell anfallenden Studienbeitrag) rechtzeitig eingezahlt hat, ist im WählerInnenverzeichnis eingetragen und damit wahlberechtigt. Bei den ÖH-Wahlen, die heuer von 16. bis 18. Mai stattfinden, können die wahlberechtigten Studierenden auf mehreren Ebenen eine Vertretung mitbestimmen. An der Universität Wien stehen folgende acht Fraktionen zur Wahl, uni:view hat ihre SpitzenkandidatInnen gefragt, wofür sie sich einsetzen (die Reihenfolge orientiert sich an der offiziellen Kundmachung der Wahlvorschläge):

AktionsGemeinschaft Universität Wien (AG Uni Wien)

Alexander Grün: "Wir treten für eine ÖH ein, die sich endlich wieder für die Interessen der Studierenden einsetzt. Wir kämpfen für bessere Studienbedingungen und leistbare Lernunterlagen, bieten gratis Kopien, Mitschriftenbörsen und Vorab-Plagiatschecks. Eine neue ÖH ist nur mit der AG möglich!" (Foto: AktionsGemeinschaft Uni Wien)


Verband Sozialistischer Student_innen in Österreich (VSStÖ)

Sandra Velebit: "Wir als VSStÖ setzen uns für eine sozial gerechte, diskriminierungsfreie Hochschule für alle Student_innen ein. Deshalb treten wir vehement für den freien Hochschulzugang ein und fordern eine Reformierung des Beihilfensystems, die sich an den tatsächlichen Lebensbedingungen der Studierenden orientiert. Außerdem fordern wir ein bundesweites, leistbares Öffi-Ticket." (Foto: VSStÖ/Mahmoud Domnanovich)


Grüne & Alternative Student_innen (GRAS)

Lena Marie Köhler: "In Zeiten des Rechtsrucks und drohender Zugangsbeschränkungen ist die ÖH als starke, kritische Studierendenvertretung besonders wichtig, die trotz aller Widerstände, für freie Bildung für alle kämpft und allen die gleichen Chancen ermöglicht." (Foto: Simon Seboth)


Junge liberale Studierende (JUNOS)

Johanna Sophie Wallner: "Die Studienbedingungen in Wien sind eine Katastrophe: überfüllte Hörsäle, Massen-Seminare und unfaire Knock-Out-Prüfungen. Seit Jahren blockiert die ÖH wichtige Reformen, die diese Missstände beseitigen können. Wir JUNOS treten an, damit sich die ÖH nicht länger nur um sich selbst kümmert, sondern endlich um die Probleme der Studierenden." (Foto: Johanna Sophie Wallner)


Kommunistischer Studen_innenverband - Linke Liste (KSV-LiLi)

Frederike Hildegard Schuh: "Eine entschieden politische und aktive ÖH ist die einzige angemessene Antwort auf die Pläne zur Studienplatzbewirtschaftung und die gezielte Privatisierung gesellschaftspolitischer Probleme. Der KSV-LiLi ist die einzige Fraktion, die sich dezidiert zu einer linken Koalition bekennt und offensiv für das allgemeinpolitische Mandat der ÖH kämpft." (Foto: "Vota Comunista!" Student/Innenvereinigung)


KJÖ-StudentInnen (KJÖ-KSV)

Arnold Paukowitsch: "Die Bildungsökonomisierung beschreibt den Umbau der Universitäten an die Anforderungen des neoliberalen Marktes. Mit dem Bachelor-Master-System wurde die Voraussetzung dafür geschaffen, dass mit dem Bachelor eine Vielzahl an billigen Fachkräften auf den Markt geworfen werden, während der Zugang zum Master beschränkt ist und man aus Altersgründen aus dem Beihilfesystem fällt. Für mehr als die Hälfte der Studierenden bleibt nur noch die Möglichkeit, nebenbei arbeiten zu gehen in überwiegend schlechten Jobs. Der Leistungsdruck, die psychische Belastung, die prekären Jobs lassen sich auf einen Nenner bringen: Kapitalismus. Dagegen kämpfen wir im Kleinen und im Großen." (Foto: KJÖ-KSV)


Ring Freiheitlicher Studenten (RFS)

Markus Ripfl: "Der RFS tritt unter anderem für ein eigenes Familienreferat, günstigere Bücher, gratis Kopierpickerl und für ein Verbot von Veranstaltungen mit verfassungsfeindlichen linksextremen Gruppierungen an der Universität Wien ein." (Foto: RFS)


Unabhängige Fachschaftsliste Österreich - Uni Wien (uFLOW)

Angel Wen: "Ich will mich als Listenerste der uFLOW dafür einsetzen, dass die Herausforderungen, vor denen wir Studierende stehen, schaffbar werden. Ich fordere mehr Flexibilität und Studierbarkeit im Studium und mehr Partizipation von einfachen Studierenden in allen studienrechtlichen Gremien." (Foto: Aria Askari)


Die unmittelbare Vertretung für die Studienrichtung ist die Studienvertretung. Die Fakultätsvertretungen bilden die nächsthöhere Ebene der ÖH – diese werden nicht direkt gewählt, VertreterInnen der Studienvertretungen werden in diese entsandt und vertreten die Studierenden gegenüber der Fakultäten der Universität Wien.

Die Universitätsvertretung wird auf Universitätsebene gewählt: Hier stehen Fraktionen zur Wahl, von denen sich einige nach der Wahl meist zu einer Koalition zusammenschließen. Die Universitätsvertretung setzt sich an der Universität Wien sowie der Stadt Wien für Verbesserungen der Studienbedingungen ein und berät zu verschiedensten Themen. Sie ist die allgemein-politische Vertretung der Studierenden der Universität Wien.

Die Bundesvertretung wird seit 2015 wieder direkt gewählt. Die Bundesvertretung vertritt alle Studierenden Österreichs – ihr wichtigster Verhandlungspartner ist das Wissenschaftsministerium. Mehr zur ÖH-Wahl