Künstliche Intelligenz – Fluch oder Segen?

ALES-Tagung zum rechtlichen Umgang mit künstlicher Intelligenz

Die fortschreitende Digitalisierung stellt auch das Recht vor neue Herausforderungen. Unter dem Titel "Künstliche Intelligenz – Fluch oder Segen" beschäftigt sich das Austrian Center for Law Enforcement Sciences (ALES) der Universität Wien aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven mit zukunftsweisenden Fragestellungen. Eine ExpertInnentagung zu dem Thema findet am Montag, 11. November in der Sky-Lounge der Universität Wien statt.

Künstliche Intelligenz (KI) soll menschliche Arbeit auslagern, Effizienz und Produktivität steigern und den Alltag erleichtern. Im Umgang mit dieser neuen Technologie bewegt man sich rechtlich aber noch auf unsicherem Terrain. Sicher ist, dass die technischen Entwicklungen neue Möglichkeiten eröffnen – sie schaffen aber auch Gefahrenpotenzial, auf das die Rechtswissenschaft reagieren muss. In diesem Zusammenhang ergeben sich insbesondere Fragen wie: Wer haftet für eintretende Schäden durch Künstliche Intelligenz? Wie lässt sich KI in der Verbrechensbekämpfung nutzen? Was geschieht mit unseren Daten und wer hat Rechte daran?

Diese und weitere aktuelle Herausforderungen werden am Montag, 11. November von ExpertInnen aus unterschiedlichen Disziplinen im Rahmen der 8. ALES-Tagung diskutiert. Am Beginn der Tagung steht ein gemeinsamer Vortrag von Siegfried Vössner, Professor am Institut für Maschinenbau- und Betriebsinformatik der TU Graz, und Gerhard Friedrich, Dekan der Fakultät für Technische Wissenschaften der Universität Klagenfurt. Sie gewähren Einblicke in die Themenstellung aus der Perspektive der Ingenieurwissenschaften.

Eric Hilgendorf, Professor für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtstheorie, Informationsrecht und Rechtsinformatik an der Universität Würzburg, setzt sich mit künstlicher Intelligenz aus Sicht des Strafrechts und der Rechtsphilosophie auseinander. Anschließend wird Brigitta Zöchling-Jud, Professorin am Institut für Zivilrecht der Universität Wien, Einblick in zivilrechtliche Haftungsproblematiken mit Bezug auf KI geben. Mit KI-geleiteter Kriminalanalyse befasst sich sodann Jacques Huberty vom Bundeskriminalamt. Abgerundet wird die Vortragsreihe durch Ausführungen von Nikolaus Forgó, Professor für Innovation und Digitalisierung im Recht an der Universität Wien, über datenschutzrechtliche Grenzen des Einsatzes künstlicher Intelligenz.

Weitere Informationen: http://ales.univie.ac.at/veranstaltungen

ALES-Tagung "Künstliche Intelligenz – Fluch oder Segen"
Zeit: Montag, 11. November 2019, 10.00 Uhr
Ort: Sky-Lounge der Universität Wien, 1090 Wien, Oskar-Morgenstern-Platz 1

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos.

Anmeldung bitte per E-Mail an: judith.palla(at)univie.ac.at 

Wissenschaftlicher Kontakt

Judith Palla

Institut für Strafrecht und Kriminologie
Universität Wien
1010 - Wien, Schenkenstraße 4
+43-1-4277-346 08
ales.zentrum@univie.ac.at

Rückfragehinweis

Stephan Brodicky

Pressebüro der Universität Wien
Universität Wien
1010 - Wien, Universitätsring 1
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