Semesterstart an den Fakultäten für Informatik und Mathematik mit Douglas Hofstadter

Pulitzer-Preisträger hält Vortrag an der Universität Wien

Die Fakultäten für Informatik und Mathematik der Universität Wien haben im kommenden Wintersemester Douglas Hofstadter als Professorial Research Fellow in der Forschungsgruppe Cooperative Systems (COSY) zu Gast. Im Rahmen seines Wien-Aufenthalts wird der bekannte Kognitions- und Literaturwissenschafter aus den USA am 3. Oktober im CS-Colloquium der Fakultät für Informatik einen öffentlichen Vortrag zum Thema "Analogy as the Core of Cognition" halten. 

Douglas Hofstadter ist auch als Mathematiker, Informatiker und Physiker tätig. Bereits 1980 wurde er für sein Werk "Gödel, Escher, Bach" mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Zuletzt hielt er im Jahr 2015 im Rahmen der 650-Jahr-Feierlichkeiten der Universität Wien zwei vielbeachtete Vorträge an der Fakultät für Informatik.

In seinem interdisziplinären Vortrag "Analogy as the Core of Cognition" – den er am Dienstag, 3. Oktober, um 17 Uhr auf Einladung der Fakultät für Informatik zur Eröffnung des Wintersemesters hält – wird sich Douglas Hofstadter mit der Allgegenwart von Analogiebildung in unserem (auch alltäglichen) Leben beschäftigen und aufzeigen, wie solche Analogien – obwohl oft gar nicht als solche bewusst wahrgenommen – jeden auch noch so kleinen Winkel unseres Denkens und kognitiven Lebens bestimmen und uns somit eine fundamental neue Perspektive auf die wirkliche Essenz unseres Denkens eröffnen. 

Über Douglas Hofstadter (Indiana University, USA)
Douglas Hofstadter (geboren 1945 in New York; B.Sc. Mathematik in Stanford, 1965; PhD in Physik an der University of Oregon, 1975) ist Professor für Kognitionswissenschaft und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Indiana University in Bloomington (USA). 1984-88 war er Walgreen Professor for the Study of Human Understanding an der Universität von Michigan in Ann Arbor. Gastprofessuren führten ihn unter anderem an die Universität Bologna, das MIT und das Collège de France. Für sein Buch "Gödel, Escher, Bach" wurde er 1980 mit dem Pulitzer-Preis und dem American Book Award ausgezeichnet. Neben seinen wissenschaftlichen Studien interessiert sich Douglas Hofstadter leidenschaftlich für Sprachen (und bezeichnet sich selbst – mit einem Augenzwinkern – als "Pi-lingual").

Fakultät für Informatik der Universität Wien
Die Fakultät für Informatik der Universität Wien versteht sich als innovative und zukunftsorientierte Fakultät im Lehr- und Forschungsverband der traditionsreichen Universität Wien. Die dort angebotene fachliche Vielfalt und das breite Fächerspektrum kommen einer modernen Informatik, die zunehmend ihre Anwendungsgebiete an den Schnittstellen zu Naturwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Medizin sowie Sozial- und Geisteswissenschaften findet, sehr entgegen.

Forschungsgruppe Cooperative Systems
Die Forschungsgruppe Cooperative Systems (COSY) der Fakultät für Informatik der Universität Wien widmet sich, unter Leitung von Peter Reichl, seit 2013 der Erforschung kooperativer und verteilter Systeme in der IKT. Im Mittelpunkt steht hierbei die holistische Erforschung von Kommunikationssystemen, welche über die technologieorientierte Betrachtung hinaus zu gleichen Teilen auch ökonomische und nutzerzentrierte Aspekte miteinschließt. Aktuelle Forschungsprojekte befassen sich vor diesem Hintergrund insbesondere mit Telekommunikations-, Verkehrs- und Energienetzen sowie mit interdisziplinären Anwendungen aus den Bereichen eHealth, Kultur und Politik.

CS-Colloquium mit Douglas Hofstadter
"Analogy as the Core of Cognition"

Zeit: Dienstag, 3. Oktober 2017, 17 Uhr (sine tempore)
Ort: Carl Auer von Welsbach-Hörsaal, 1090 Wien, Boltzmanngasse 1 (im Gebäude der Fakultät für Chemie) 

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 

Wissenschaftlicher Kontakt

Univ.-Prof. Dr. Peter Reichl

Forschungsgruppe Cooperative Systems (COSY)
Universität Wien
1090 - Wien, Währinger Straße 29/Sensengasse 6
peter.reichl@univie.ac.at

Rückfragehinweis

Mag. Alexandra Frey

Pressebüro der Universität Wien
Forschung und Lehre
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