Internationale Universitäten sichern Europas Innovationsfähigkeit

Vienna Communiqué aus Anlass des 650-jährigen Jubiläums

Die Vortragenden der Jubiläumskonferenz "Global Universities and their Regional Impact" (UVIECON) präsentierten zum Auftakt des Jubiläumsjahres die entscheidenden Faktoren für die Wettbewerbsfähigkeit einer Universität und ihrer Region. Veröffentlicht und zusammengefasst werden die Aspekte im sogenannten Vienna Communiqué, welches die Universität Wien heute veröffentlicht. VerfasserInnen sind neben Rektor Heinz W. Engl Sir Leszek Borysiewicz, Rektor der Cambridge University (UK), Tony Chan, Präsident der Hong Kong University of Science and Technology, Andrew J. Deeks, Präsident des University College Dublin, Maria Helena Nazaré, Präsidentin der European University Association, Jan-Hendrik Olbertz, Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin, Joseph J.Y. Sung, Präsident der Chinese University of Hong Kong, Tomáš Zima, Rektor der Karls-Universität Prag, sowie Robert J. Zimmer, Präsident der University of Chicago.

Die Eröffnungskonferenz UVIECON widmete sich der Frage, welche Rolle globale Universitäten in der Regionalentwicklung spielen.

Global ausgerichtete Universitäten machen Region zukunftsfähig
Universitäten mit globalem Aktionsradius haben einen starken positiven Effekt auf die Region in den Bereichen Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur. Sie tragen zu einer offenen und Veränderungen gegenüber aufgeschlossenen Gesellschaft bei, indem sie internationale Perspektiven und Lösungsansätze in die Region einbringen. Dies ist ein wesentlicher Garant dafür, dass eine Region eine zukunftsfähige Entwicklung einschlagen kann.

Autonomie – Finanzierung – Exzellenz – Diversität
Die Erfahrungen aus den verschiedensten Regionen in Asien, Amerika und Europa zeigen, dass es eine Korrelation von wissenschaftlichem Erfolg einer Universität mit dem Grad ihrer Autonomie gibt. Spitzenforschung und die hohe Qualifikation ihrer MitarbeiterInnen und Alumni, zusammen mit einer anspruchsvollen Berufungspolitik – Stichwort "brain circulation" – sind die Faktoren, die letztlich der regionalen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung zu Gute kommen.

Die Universität hat zwei zentrale Aufgaben, die Bildung und Ausbildung der nächsten Generation sowie durch Forschung zur Weiterentwicklung gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und kultureller Innovationen beizutragen. Daher ist die Investition in Forschung und forschungsgeleitete Lehre die entscheidende Zukunftsinvestition für den Standort. WissenschafterInnen und Alumni der Universität bringen das Know-how mit, welches notwendig ist, um die Antworten auf die großen gesellschaftlichen Fragen zu finden. Gerade in Krisenzeiten ist es entscheidend, die richtigen Fragen zu stellen, um so die Entwicklung der Gesellschaft zukunftsorientiert gestalten zu können. Europa braucht starke Universitäten, die wirtschaftlich und politisch unabhängig agieren können. Nur so können sie einen nachhaltigen Beitrag leisten, um Europa stark und wettbewerbsfähig zu halten. Um dies zu erreichen, müssen die Universitäten, wie die Universität Wien, internationale Reichweite haben und attraktiv für Studierende und WissenschafterInnen aus aller Welt sein.

Universitätsentwicklung im offenen Dialog mit der Gesellschaft
Auch und gerade in der Grundlagenforschung sind Offenheit gegenüber Anwendungen und Strukturen zum Transfer von Wissen in Gesellschaft und Wirtschaft nötig. Fragestellungen aus Wirtschaft und Gesellschaft geben immer wieder auch Anstöße zu interessanten Entwicklungen in der Grundlagenforschung. Diese ist nicht nur ein zentraler Punkt im Vienna Communiqué, sondern auch ein zentraler Aspekt des Entwicklungsplans der Universität Wien, welcher die strategische Ausrichtung der Universität festhält.

Die Universitäten werden sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten im Detail weiter verändern; dies betrifft insbesondere die Lehre durch die neuen Möglichkeiten der Informationstechnologie, die zu einer breiten Verfügbarkeit von Bildung führen wird. Das Entscheidende und Prägende an einer universitären Ausbildung wird aber weiterhin der persönliche Kontakt zwischen Lehrenden und Studierenden, das gemeinsame Arbeiten an wissenschaftlichen Themen sein.

Vienna Communiqué:
http://www.univie.ac.at/uploads/media/Uviecon2015-Vienna-Communique.pdf


Rückfragehinweis
Mag. Cornelia Blum
Pressesprecherin des Rektorats
Universität Wien
1010 Wien, Universitätsring 1
T +43 4277 100 12
cornelia.blum(at)univie.ac.at

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Mag. Cornelia Blum

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Universität Wien
1010 - Wien, Universitätsring 1
+43-1-4277-100 12
+43-664-602 77-100 12
cornelia.blum@univie.ac.at