Energieprobleme des 21. Jahrhunderts: Neues Forschungsprojekt an der Universität Wien

Franz Wirl und Yuri Yegorov vom Institut für Betriebswirtschaftslehre der Universität Wien widmen sich in einem neuen Forschungsvorhaben den zukünftigen Entwicklungen auf den internationalen Energiemärkten. Im Projekt "Energieprobleme des 21. Jahrhunderts: Globale Erwärmung und knappe Ressourcen" gehen sie zwei gegenläufigen Trends auf den Grund und sehen im Übergang zu erneuerbaren Energien einen Lösungsweg.

Ein Fokus richtet sich auf die Energieknappheit und die für den Großteil der Weltbevölkerung charakteristische Energiearmut. Vor allem in China, Indien und anderen Schwellenländern steigt der Energiebedarf rasant an. Gleichzeitig sind die Ressourcen an fossiler Energie aber begrenzt. Zum anderen stellen globale Erwärmung und andere externe Effekte, die vor allem durch die Verwendung von fossilen Energieträgern entstehen, ein zunehmendes Problem dar. Aus umweltpolitischer Sicht sind daher zu viele fossile Energieträger vorhanden.

Übergang zu erneuerbarer Energie
Für beide Problemkreise gibt es aber eine gemeinsame Lösung, so Franz Wirl, Leiter des Forschungsbereichs Industrie, Energie und Umwelt an der Universität Wien: Ein relativ schneller Übergang zu alternativer und erneuerbarer Energie. Dies ist allerdings äußerst kompliziert nicht nur aus technischer sondern auch aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht.

In der vom Wissenschaftsfonds FWF geförderten Studie soll dieser Übergang aus unterschiedlichen Blickwinkeln und mithilfe interdisziplinärer Ansätze analysiert werden. So gehen die Wissenschafter der Frage nach, ob Preis- oder Mengeninstrumente wie Zertifikate geeignet sind, um CO2-Emissionen zu reduzieren. Untersucht wird auch, welche Anreize von Seiten der Politik für die Bereitstellung von erneuerbarer Energie gegeben sein müssen. Die Konkurrenz zwischen Biotreibstoffen und Lebensmittelproduktion um landwirtschaftlich nutzbare Flächen ist ein Teilaspekt im Projekt. Weiters sind die geopolitischen Dimensionen von Energieproblemen Teil der Analyse der Wirtschaftswissenschafter, zum Beispiel die strategische Wahl der russischen Erdölförderung.

Über Franz Wirl
Franz Wirl ist Universitätsprofessor für Industrie, Energie und Umwelt an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Wien. Er studierte Wirtschafts- und Planungsmathematik an der Technischen Universität Wien, wo er 1982 promoviert wurde. Er habilitierte sich 1989. Franz Wirl hat in namhaften Fachzeitschriften publiziert. Er erreichte Platz 1 für das gesamte Lebenswerk beim Handelsblatt Betriebswirte-Ranking 2009 und 2012, das die Forschungsleistung von 2.100 Betriebswirten in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz analysiert.

Wissenschaftlicher Kontakt
Univ.-Prof. Dr. Franz Wirl
Institut für Betriebswirtschaftslehre
Universität Wien
1210 Wien, Brünner Straße 72
T +43-1-4277-381 01 oder 38102
franz.wirl(at)univie.ac.at
http://bwl.univie.ac.at/ieu/

Rückfragehinweis
Mag. Alexandra Frey
Pressebüro der Universität Wien
Forschung und Lehre
1010 Wien, Universitätsring 1
T +43-1-4277-175 33
M +43-664-602 77-175 33
alexandra.frey(at)univie.ac.at

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