Dies Academicus 2017: Drei Doktorate "sub auspiciis"

Am Montag, 13. März 2017, feiert die Universität Wien anlässlich der 652. Wiederkehr des Jahrestages der Gründung der Alma Mater Rudolphina Vindobonensis am 12. März ihren Dies Academicus. Bundespräsident Alexander Van der Bellen überreicht aus diesem Anlass um 11 Uhr drei herausragenden AbsolventInnen die Ehrenringe der Republik Österreich im Rahmen einer "Promotio sub auspiciis Praesidentis rei publicae" mit Rektor Heinz W. Engl. Nach der Stipendienverleihung an JungwissenschafterInnen lädt die Universität Wien am Nachmittag zum ERC-Talk unter dem Motto "Science & Drinks".

Ein sehr guter Erfolg in allen Oberstufenklassen, eine Reifeprüfung mit Auszeichnung, ein Studienabschluss, in dem alle Teile der Diplom- bzw. Bachelor- und Masterprüfungen sowie das Rigorosum mit "Sehr gut" beurteilt werden, dazu Bestbeurteilungen bei der Diplom- bzw. Masterarbeit und Dissertation: Das alles sind Voraussetzungen für eine "Promotio sub auspiciis praesidentis rei publicae". Dieses Jahr erhalten drei AbsolventInnen der Universität Wien diese höchste Auszeichnung für ein Studium, die es in Österreich gibt.

Drei Promotionen "sub auspiciis"

Anna Ransmayr (geb. 1985 in Linz) maturierte 2003 am Bischöflichen Gymnasium Petrinum Linz. Sie studierte Byzantinistik und Neogräzistik sowie Klassische Philologie (Altgriechisch) an der Universität Wien. Während ihres Studiums absolvierte sie ein Auslandssemester an der Universität Kreta in Rethymno. 2008 schloss sie das Diplomstudium der Byzantinistik und Neogräzistik mit einer Diplomarbeit zur neugriechischen Epistolographie ab und ist seither als Leiterin der Fachbereichsbibliothek Byzantinistik und Neogräzistik an der Universität Wien beschäftigt. Neben ihrer bibliothekarischen Tätigkeit, für die sie 2012 den Universitätslehrgang "Library and information studies" abschloss, verfasste sie ihre von Maria A. Stassinopoulou betreute Dissertation unter dem Titel "Untertanen des Sultans oder des Kaisers", die sich mit der Geschichte der beiden Wiener griechischen Gemeinden während der Habsburgermonarchie befasst.

Christian Leitold (geb. 1986 in Judenburg) maturierte 2005 am BG/BRG Knittelfeld. Seinen Zivildienst absolvierte er als Rettungssanitäter beim Roten Kreuz. Das danach begonnene Diplomstudium der Physik an der Universität Wien schloss er 2011 ab. In seiner Diplomarbeit im Fach der computergestützten Physik unter der Leitung von Christoph Dellago beschäftigte er sich mit dem Gefrierverhalten eines Modell-Polymers. Die Forschung im Bereich der Computersimulation molekularer Systeme setzte Leitold im anschließenden Doktoratsstudium fort. Von 2011 bis 2015 war er Teil des Initiativkollegs Computational Science, das interdisziplinär die Gebiete Biologie, Chemie, Physik, Mathematik und Informatik verband. Seine Dissertation, die er 2016 fertigstellte, verfasste er zum Thema "Identifying the mechanisms of complex transformations: From transition pathways to reaction coordinates".

Peter Poier (geb. 1987 in Graz) maturierte 2005 am Stiftsgymnasium Admont. Nach dem Zivildienst bei der Lebenshilfe studierte er an der Universität Wien Physik und absolvierte währenddessen ein Auslandssemester am University College Dublin und einen Forschungsaufenthalt am CERN in Genf. 2012 schloss er das Physik-Diplomstudium mit einer Arbeit in der theoretischen Teilchenphysik ab, in der er sich mit der Berechnung der Produktionswahrscheinlichkeit von sogenannten Squarks bei Elektron-Positron-Kollisionen beschäftige. Sein Interesse für Computersimulationen und Polymerphysik brachte ihn schließlich in die Forschungsgruppe von Christos Likos, der er von 2012 bis 2016 angehörte. Während dieser Zeit verfasste er seine Dissertation zum Thema "Coarse-Graining and Structure of Semiflexible Ring Polymers in the Bulk and under Confinement". Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit war Poier auch in der universitären Lehre tätig und arbeitet nun in der Energiebranche als Softwareentwickler und Berater.

Nachwuchsförderung und Stipendienverleihung
Ab 14.30 Uhr werden die Bank Austria-Forschungspreise und die Doc.Awards der Stadt Wien an zahlreiche JungwissenschafterInnen der Universität Wien vergeben.

ERC-Talk: Science & Drinks

Im Rahmen der europaweiten ERC-Week zum 10-jährigen Bestehen des European Research Council (ERC), die von 13. bis 19. März stattfindet, lädt die Universität Wien am Dies Academicus zum "ERC-Talk: Science & Drinks" in den Kleinen Festsaal ein. Bei einer Reise durch die Welt der Wissenschaft präsentieren zahlreiche ERC-PreisträgerInnen der Universität Wien ihre Forschungsprojekte, erzählen aus ihrem Forschungsalltag und berichten, welche Relevanz ihre Ergebnisse für die Weiterentwicklung der Wissenschaft sowie für gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen haben. Eine gute Gelegenheit, um SpitzenforscherInnen Fragen zu stellen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.


Programm des Dies Academicus 2017 im Überblick:


Ort: Großer Festsaal der Universität Wien, 1010 Wien, Universitätsring 1
Zeit: Montag, 13. März 2017

11.00 Uhr: Promotio sub auspiciis Praesidentis rei publicae
14.30 Uhr: Stipendienverleihung: Verleihung der Bank Austria-Forschungspreise 2017 sowie der Doc.Awards 2017
17.00 Uhr: ERC-Talk: Science & Drinks

Themenüberblick:
http://www.univie.ac.at/forschung/forschung-im-ueberblick/erc-grants/ 

Rückfragehinweis

Mag. Veronika Schallhart

Pressebüro der Universität Wien
Forschung und Lehre
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