20 Jahre Uni Wien Campus: Tag der offenen Tür der Musikwissenschaft

Buntes Programm von Schwingungsbildern des 19. Jahrhunderts bis zur Hörwahrnehmung in virtueller Realität

Zum 20-Jahr-Jubiläum des Uni Wien Campus präsentiert die Universität Wien ein breites Veranstaltungsprogramm. Am Samstag, 16. Juni, lädt das Institut für Musikwissenschaft von 11 bis 21 Uhr zum Tag der offenen Tür. Bei einem abwechslungsreichen Programm für die ganze Familie erwartet die BesucherInnen Spannendes aus der musikalischen Akustik, der Musikgeschichte und der Ethnomusikologie. Interessierte können die faszinierende Welt des Hörens entdecken, Schwingungen visualisieren, interaktiv komponieren und ihre körpereigenen Reaktionen auf Musik und Geräusche beobachten.
 
Im reflexionsarmen Raum des Instituts können Kinder und Erwachsene mit Hilfe eines Schallpegelmessers und einer Lärm-Ampel testen, wie laut sie schreien können. Die Station "Nasty Noises: Warum sind Quietschgeräusche so unangenehm?" erklärt mit interaktiven Beispielen, wie sich störende Geräuschwirkung verringern lässt, sobald Tonhöheneigenschaften oder bestimmte Frequenzbänder aus dem Klang entfernt werden. Unter dem Motto "Adding noise to noise: Geräuschmaskierung in Großraumbüros" können BesucherInnen interaktivverschiedene Verfahren kennenlernen, mit denen in Großraumbüros konzentrationsstörende Pegelschwankungen möglichst gering gehalten werden.

Was sind die Möglichkeiten, Grenzen und Illusionen unseres Gehörs? Wie können Klänge und Geräusche mithilfe von technischen Geräten visualisiert werden? Fragen wie diese werden bei den "Lab-Visits" beantwortet, wo WissenschafterInnen in Experimenten u.a. akustische Täuschungen und Illusionen erzeugen. So werden eine Reihe von Techniken vorgestellt, mit deren Hilfe Klänge visualisiert werden können. Diese beinhalten sowohl Verfahren aus dem 19. Jahrhundert (Chladnische Klangfiguren, Staubfiguren im Kundtschen Rohr, mechanische Schwingungsdarstellung im Harmonographen) als auch modernere Techniken des 20. Jahrhunderts (z.B. Stroboskopbetrachtungen oder Hochgeschwindigkeitsaufnahmen).

Mit Hilfe des VidiVoice-Stimmfeld-Messsystems können Stimm- und Sprach-Interessierte kostenlos ihre Sprech- und Singstimme messen lassen und sie mit Norm-Stimmen von professionellen SängerInnen und SprecherInnen vergleichen.

In einer eigenen "Sprechstunde" erzählen MusikwissenschafterInnen aus ihrem Alltag und beantworten Fragen wie "Was ist ein Ohrwurm?" oder "Warum versteht man OpernsängerInnen so schlecht?". Und für alle, die spielerisch veranlagt sind, gibt es neben einem berührungslos spielbaren elektronischen Musikinstrument (Theremin) interaktive Stationen mit musikalischen Würfelspielen zum Ausprobieren, wie sie bis ins 19. Jahrhundert sehr verbreitet waren.

Detailliertes Programm

Wissenschaftlicher Kontakt

Univ.-Prof. Dr. Christoph Reuter, M.A.

Institut für Musikwissenschaft
Universität Wien
1090 - Wien, Spitalgasse 2, Hof 9 (Campus)
+43-1-4277-442 80
christoph.reuter@univie.ac.at

Rückfragehinweis

Mag. Alexandra Frey

Pressebüro der Universität Wien
Forschung und Lehre
Universität Wien
1010 - Wien, Universitätsring 1
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+43-664-60277-175 33
alexandra.frey@univie.ac.at